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1. Kinoratgeber für Eltern

Liebe Eltern, welche Filme eignen sich für welche Altersstufen, wie lange dürfen Kinder und Jugendliche abends das Kino besuchen, und wie wird diese Uhrzeit von einer erziehungsbeauftragten Begleitperson beeinflusst? Antworten auf diese und weitere Fragen zu den Themen FSK (Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft) und Jugendschutz gibt es auf folgenden Seiten:

FSK – Hier finden Sie:
Alle Altersfreigaben im Überblick
Genaue Definition der FSK-Abstufungen
Wirkung von Filmen auf unterschiedliche Altersstufen
Die Parental-Guidance-Regelung

Hier geht's zur FSK

Kinobesuch mit einer erziehungsbeauftragten
Für den Kinobesuch Ihres Kindes mit einem Erziehungsbeauftragten ist natürlich auch Ihre Zustimmung erforderlich (sofern Einschränkungen im Rahmen des Jugendschutzgesetzes greifen) – nutzen Sie dazu ganz einfach die Erziehungsbeauftragung als Formular zum Download. 

Hier  geht’s zum Formular!

Jugendschutz – Hier finden Sie:
Das Jugendschutzgesetz für den Kinobetrieb
Alle zeitlichen Begrenzungen für den Kinobesuch von Kindern und Jugendlichen
Formular zum Download: Kinobesuch mit erziehungsbeauftragter Person

Hier geht`s zum Jugendschutz

FAQ
Wichtige und interessante Fragen und Antworten zum Thema Jugendschutz im Kino.

Hier geht's zu den FAQs

Links
Wichtige Links mit noch mehr Informationen zum Thema FSK und Jugendschutz

Hier geht's zu weiteren Links

 

2. FSK

Alterseinstufungen
In den Prüfverfahren der FSK werden die Freigaben für fünf Altersstufen vorgenommen. Aus dem Prüfergebnis werden die jeweilige Alterskennzeichen sowie bei Kinospielfilmen eine Kurzfassungen der Freigabebegründung veröffentlicht.

Die FSK-Ausschüsse sprechen Freigaben nach der gesetzlichen Vorgabe aus, dass Filme und andere Trägermedien, die "geeignet sind, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen oder ihre Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu beeinträchtigen", nicht für ihre Altersstufe freigegeben werden dürfen (§ 14 Abs. 1 JuSchG). In den FSK-Grundsätzen wird dabei bewusst auf eine vermutete Wirkung abgestellt.

Mit der Altersfreigabe ist keine pädagogische Empfehlung oder ästhetische Bewertung verbunden. Einen fest gefügten Kriterienkatalog für die Beurteilung der möglichen Wirkungen kann es nicht geben, wohl aber Maßstäbe, die der sachkundigen Auslegung bedürfen. Hierbei ist grundsätzlich das Wohl der jüngsten Jahrgänge einer Altersgruppe zu beachten. Ebenso sind nicht nur durchschnittliche, sondern auch gefährdete Kinder und Jugendliche zu berücksichtigen.

FSK-Kennzeichen
Die von den FSK-Prüfausschüssen vergebenen Altersfreigaben werden bei Videoveröffentlichungen wie DVDs, Blu-ray Discs etc. durch fünf FSK-Kennzeichen sichtbar gemacht. In der folgenden Übersicht informieren wir Sie über Anhaltspunkte und Problembereiche, die für die jeweiligen Freigaben eine besondere Relevanz aufweisen.  

FSK ab 0 freigegeben / Freigegeben ohne Altersbeschränkung


FSK 0 Das Kennzeichen "FSK ab 0 freigegeben" entspricht dem bisherigen Kennzeichen "Freigegeben ohne Altersbeschränkung". Kleinkinder erleben filmische Darstellungen unmittelbar und spontan. Kinder bis zum Alter von sechs Jahren identifizieren sich vollständig mit der Spielhandlung und den Filmfiguren. Vor allem bei Bedrohungssituationen findet eine direkte Übertragung statt. Gewaltaktionen, aber auch Verfolgungen oder Beziehungskonflikte lösen Ängste aus, die nicht selbständig und alleine abgebaut werden können. Eine schnelle und positive Auflösung problematischer Situationen ist daher sehr wichtig.


FSK ab 6 freigegeben


FSK 6 Ab sechs Jahren entwickeln Kinder zunehmend die Fähigkeit zu kognitiver Verarbeitung von Sinneseindrücken. Allerdings sind bei den sechs bis elfjährigen beträchtliche Unterschiede in der Entwicklung zu berücksichtigen. Etwa mit dem neunten Lebensjahr beginnen Kinder, fiktionale und reale Geschichten unterscheiden zu können. Eine distanzierende Wahrnehmung wird damit möglich. Bei jüngeren Kindern steht hingegen noch immer die emotionale, episodische Impression im Vordergrund. Ein sechsjähriges Kind taucht noch ganz in die Filmhandlung ein, leidet und fürchtet mit den Identifikationsfiguren. Spannungs- und Bedrohungsmomente können zwar schon verkraftet werden, dürfen aber weder zu lang anhalten noch zu nachhaltig wirken. Eine positive Auflösung von Konfliktsituationen ist auch hier maßgebend.


FSK ab 12 freigegeben


FSK 12 Bei Kindern und Jugendlichen dieser Altersgruppe ist die Fähigkeit zu distanzierter Wahrnehmung und rationaler Verarbeitung bereits ausgebildet. Erste Genre-Kenntnisse sind vorhanden. Eine höhere Erregungsintensität, wie sie in Thrillern oder Science-Fiction-Filmen üblich ist, wird verkraftet. Problematisch ist dagegen zum Beispiel die Bilderflut harter, gewaltbezogener Action-Filme, die zumeist noch nicht selbständig verarbeitet werden kann. Die Auseinandersetzung mit Filmen, die gesellschaftliche Themen seriös problematisieren, ist dieser Altersgruppe durchaus zumutbar und für ihre Meinungs- und Bewusstseinsbildung bedeutsam.


Parental Guidance (PG): FSK ab 12 – mit Eltern ab sechs Jahren erlaubt
Haben Filme die Kennzeichnung "FSK ab 12 freigegeben" erhalten, kann auch Kindern im Alter von sechs Jahren aufwärts der Einlass zur Vorstellung gewährt werden, wenn sie von einer personensorgeberechtigen Person begleitet werden. Die Personensorge steht grundsätzlich den Eltern zu. Eine erziehungsbeauftragte Person, die von den Eltern (=Personensorgeberechtigte) autorisiert ist, reicht nicht aus.

FSK ab 16 freigegeben


FSK 16 Bei 16- bis 18-jährigen kann von einer entwickelten Medienkompetenz ausgegangen werden. Problematisch bleibt die Vermittlung sozial schädigender Botschaften. Nicht freigegeben werden Filme, die Gewalt tendenziell verherrlichen, einem partnerschaftlichen Rollenverhältnis der Geschlechter entgegenstehen, einzelne Gruppen diskriminieren oder Sexualität auf ein reines Instrumentarium der Triebbefriedigung reduzieren. Auch die Werteorientierung in Bereichen wie Drogenkonsum, politischer Radikalismus oder Ausländerfeindlichkeit wird mit besonderer Sensibilität geprüft.


FSK ab 18 / Keine Jugendfreigabe


FSK 15 Das Kennzeichen "FSK ab 18" entspricht dem bisherigen Kennzeichen "Keine Jugendfreigabe". Dieses Kennzeichen wird vergeben, wenn keine einfache bzw. schwere Jugendgefährdung vorliegt. Nach § 14 Abs. 3 u. 4 des Jugendschutzgesetzes erfolgt für DVDs und Blu-ray Discs die Vergabe des Kennzeichnens "FSK ab 18", wenn keine einfache Jugendgefährdung vorliegt, für die öffentliche Filmvorführung, wenn der Film nicht schwer jugendgefährdend ist. Gekennzeichnete Filme, DVDs und Blu-ray Discs werden von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) nicht indiziert.


Keine Kennzeichnung
Bei einer Altersfreigabe für Kinofilme muss nach § 14 Abs. 3 Jugendschutzgesetz (JuSchG) auch bei einer Freigabe "ab 18 Jahren" auf eine "schwere Jugendgefährdung" hin geprüft werden. Hintergrund der gesetzlichen Bestimmungen ist, dass in Einzelfällen auch Jugendliche Zutritt zu den Vorstellungen erhalten könnten. Bei einer Freigabe von Filmen auf  DVD, Blu-ray oder vergleichbaren Bildträgern besteht verstärkt die Gefahr, dass bereits Jugendliche Filme sehen, die erst "ab 18 Jahren" freigegeben sind. Hier reicht daher bereits eine "einfache Jugendgefährdung" aus, damit keine Kennzeichnung ausgesprochen werden darf. Es ist daher möglich, dass ein Film, der im Kino eine Freigabe "ab 18 Jahren" erhalten hat, in der gleichen Version für eine Veröffentlichung auf DVD keine Freigabe erhält.

Die gesetzlichen Bestimmungen zum Jugendschutz sind hier eindeutig und bindend für die Arbeit der FSK.

"Keine Kennzeichnung" stellt aber kein Aufführungsverbot dar. Kinos können auf eigenes rechtliches Risiko den Film vorführen - allerdings nur vor Erwachsenen. Kommt ein Gericht – beispielsweise nach einer Anzeige - zur Auffassung, dass es sich um einen "schwer jugendgefährdenden Film" handelt, sind unter anderem Werbung und Ankündigung gesetzlich verboten und daher strafbar (Jugendschutzgesetz, § 15 Abs. 1). Über den Jugendschutz hinaus möglicherweise zu berücksichtigende strafrechtliche Bestände fallen ebenfalls in den Aufgabenbereich der Justiz - und nicht der FSK.


FSK ab 12 – mit Eltern ab sechs Jahren erlaubt


FSK 12 PG Haben Filme die Kennzeichnung "FSK ab 12 freigegeben" erhalten, kann durch die PG-Parental Guidance Regelung nach § 11 Abs. 2 JuSchG auch Kindern im Alter von sechs Jahren aufwärts der Einlass zur Vorstellung gewährt werden, wenn sie von einer personensorgeberechtigen Person begleitet werden. Die Personensorge steht grundsätzlich den Eltern zu. Eine erziehungsbeauftragte Person, die von den Eltern (=Personensorgeberechtigte) autorisiert ist, reicht nicht aus.


Was sind FSK-Freigaben?
Die FSK-Kennzeichnungen erfolgen auf der Grundlage von §§ 12, 14 Jugendschutzgesetz. Sie sind gesetzlich verbindliche Kennzeichen, die von der FSK im Auftrag der Obersten Landesjugendbehörden vorgenommen werden. Die FSK-Kennzeichnungen sind keine pädagogischen Empfehlungen, sondern sollen sicherstellen, dass das körperliche, geistige oder seelische Wohl von Kindern und Jugendlichen einer bestimmten Altersgruppe nicht beeinträchtigt wird

Wie entstehen die FSK-Freigaben?
Nach einer vollständigen Sichtung des Films besprechen die Mitglieder des Prüfausschusses den Film unter filmanalytischen Aspekten, wie Genre, Erzählstruktur, Themen, Figurenzeichnung, Spannungserzeugung, Bildgestaltung, Kulisse und Ausstattung, Kameraarbeit, Schnitt, Musik, Vertonung, Farb- und Lichtgestaltung. Anschließend geht es um die vermutete Gesamtwirkung des Films auf Kinder und Jugendliche. Folgende Beurteilungskriterien werden vom Prüfausschuss in den Blick genommen: Bedeutung einzelner Szenen in Relation zum gesamten Film, Fiktionalität oder Realitätsnähe, jugendschutzrelevante Inhalte wie Gewalt, Drogen, Sexualität, Rollenbilder, Verhältnis von spannungsreichen zu entlastenden Szenen sowie Identifikationsfiguren, Helden und die Aussage des Films. Für die Altersfreigabe eines Films spielen Wirkungsrisiken wie Beeinträchtigung aufgrund von ängstigung, übererregung, negative Vorbildverhalten oder Desorientierung die entscheidende Rolle.

Informationen zu den Freigabegründungen
Um eine größtmögliche Transparenz im Jugendmedienschutz zu gewährleisten, veröffentlicht die FSK seit Oktober 2010 zum Starttermin von Kinospielfilmen Begründungstexte zu den jeweiligen Altersfreigaben. Eltern, Kinder, Jugendliche und andere Interessierte können sich so direkt über die Hintergründe einer Freigabe informieren. Bitte beachten Sie, dass für Dokumentarfilme, DVD-, Blu-ray- und Video-Veröffentlichungen sowie für Filme mit den Kennzeichen "FSK ab 0 freigegeben/Freigegeben ohne Altersbeschränkung" und "FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe" derzeit keine individuellen Begründungen veröffentlicht werden. Informationen zu den FSK Freigaben und Freigabebegründungen sind auch mobil abrufbar. Die FSK App ist im Apple Store und auf Google Play kostenlos verfügbar. Mehr dazu erfahren Sie hier.

 

3. Die Erziehungsbeauftragung: Tipps für Eltern und Erziehungsbeauftragte

Personensorgeberechtigt oder erziehungsbeauftragt: Wer ist wer?

Personensorgeberechtigt...
...sind die Eltern oder ein Vormund (bestellt vom Familiengericht)  

Erziehungsbeauftrag...
...sind Personen über 18 Jahren, die dauerhaft oder vorübergehend Erziehungsaufgaben wahrnehmen, wenn diese mit den Personensorgeberechtigten vereinbart sind (lt. Jugendschutzgesetz)

Was ist als Erziehungsbeauftragter zu beachten?
Eine erziehungsbeauftragte Person muss volljährig sein und sich ausweisen können. Geprüft werden sollte: Ist der Erziehungsbeauftragte in der Lage, ein Kind zuverlässig und verantwortungsvoll zu unterstützen und es zu beaufsichtigen?

Wichtig ist, dass der Erziehungsbeauftragte diese Regelungen des Jugendschutzgesetzes kennt:

  • Alkoholverbot für Jugendliche unter 16 Jahren
  • Verbot von Spirituosen und branntweinhaltigen Getränken (inkl. Mixgetränke) unter 18 Jahren
  • Rauchverbot unter 18 Jahren

Nicht vergessen: Bei abendlichen Kinobesuchen muss der sichere Heimweg des Kindes gewährleistet werden!

Wann gilt der Erziehungsauftrag?

Er gilt nur, wenn...
...der Erziehungsbeauftragte dazu die Kopie des Ausweises von mindestens einem der Erziehungsberechtigten mitführt.
...das Formular vom Erziehungsbeauftragten an der Kinokasse oder am Einlass vorgelegt wird.
...sich der Erziehungsbeauftragte zusammen mit dem Kind im Kinosaal aufhält.

Wann gilt der Erziehungsauftrag nicht?
In Bezug auf Altersfreigaben (FSK) hat der Erziehungsauftrag keine Wirkung. Die Altersfreigaben bleiben auch in Anwesenheit eines Erziehungsbeauftragten ausnahmslos bindend.

Formular zum Download

4. Das Jugendschutzgesetz

Um Kinder und Jugendliche in der Öffentlichkeit zu schützen, greifen die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes – hier wird z.B. die gesetzlich erlaubte Aufenthaltsdauer von Minderjährigen bei öffentlichen Veranstaltungen/im Kino bindend definiert. Ausnahmen gibt es nur, wenn Minderjährige das Kino mit einer erziehungsberechtigten oder personensorgeberechtigten Begleitung besuchen.
(§11 Absatz 3 JuSchG).

JuSchG

Zusätzliche Erläuterung:
Kinder = 0-14 Jahre
Jugendliche = 14 - unter 18 Jahre
Personensorgeberechtigter = Meistens die Eltern
Erziehungsbeauftragter = Über 18 Jahre alt, es handelt sich hierbei um eine Person, die die Fürsorge für einen bestimmten Zeitraum von den Eltern übertragen bekommt.


Zum Download: Erziehungsbeauftragung als PDF
Um diese zeitlichen Begrenzungen aufzuheben, muss die personensorgeberechtigte oder erziehungsbeauftragte Begleitperson folgendes Formular ausfüllen:

Formular zum Download

Bitte beachten Sie:
Dieses Formular hat keinen Einfluss auf die festgelegte Altersfreigabe eines Filmes! Im praktischen Beispiel bedeutet das: Ein Minderjähriger darf trotz Erziehungsbeauftragung KEINE Filmvorführungen mit der Angabe „FSK 18“ besuchen.

...Kinder unter 6 Jahren dürfen das Kino nur in Begleitung eines Personensorgeberechtigten
(Eltern) besuchen.  

...Kinder ab 6 Jahren dürfen Filme mit der Freigabe „FSK 12“ besuchen, wenn sie in Begleitung einer personensorgeberechtigten Person (Eltern) sind; eine erziehungsbeauftragte Person reicht hierfür nicht aus.  

...Kleinkinder bis zum Alter von einschließlich 2 Jahren dürfen noch nicht zum Kinobesuch mitgenommen werden.

 

5. FAQ

Wer darf sich als erziehungsbeauftragte Person bezeichnen?
Als „erziehungsbeauftragt“ wird eine volljährige Person bezeichnet, die mit der altersgemäßen Aufsicht eines Minderjährigen beauftragt wurde. Diese Funktion muss beim gemeinsamen Kinobesuch nachgewiesen werden können, z.B. mit dem „Formular Erziehungsauftrag“, das hier zum Download erhältlich ist.

Wann muss ein Kind/ein Jugendlicher von einem Erziehungsberechtigten begleitet werden?
Zum Beispiel, wenn es um die Aufenthaltsdauer bei einem Kinobesuch am Abend geht. Möchte ein 16-Jähriger einen FSK 16-Film sehen, der nach 24 Uhr endet, muss er von den Eltern oder einem Erziehungsberechtigten begleitet werden. Bitte beachten Sie: Die FSK-Regelung ist bindend und kann nicht angepasst werden. Ein 16-Jähriger darf also keine Vorstellung eines FSK 18-Films besuchen.    

Was bedeutet „Parental Guidance“?
Die Parental-Guidance-Regelung greift bei Filmen mit der FSK 12. Nur in Begleitung eines Elternteils darf ein Kind ab 6 Jahren die Vorstellung besuchen. weitere Informationen    

Darf ein zehnjähriges Kind einen Film mit FSK 12 ansehen, wenn eine ältere Person (kein Elternteil) dabei ist?
Nein. Nur in Begleitung eines Elternteils (personensorgeberechtigt) darf das Kind die Vorstellung besuchen. Andere Personen wie Freunde, Großeltern, ältere Geschwister etc. sind nicht personensorgeberechtigt.

Darf ein 17-Jähriger in Begleitung eines Volljährigen die Spätvorstellung eines FSK 12-Filmes besuchen (Filmbeginn um 23 Uhr)?
Ja, aber nur, wenn die volljährige Begleitperson einen „Erziehungsauftrag“ durch die Eltern des Minderjährigen bekommen hat. Den Erziehungsauftrag gibt es hier zum Download.

Wird das Alter der Kinobesucher im CINESPACE kontrolliert? Ist das gesetzlich vorgeschrieben?
Ja, als Kinobetreiber ist das Cinespace verpflichtet, den Jugendschutz, bzw. seine Aufsichts- und Sorgfaltspflicht einzuhalten. Im Zweifelsfall müssen Schüler-, bzw. Personalausweise durch unsere Mitarbeiter überprüft werden. Zum rechtlichen Hintergrund: Hält ein Gewerbetreibender das Jugendschutzgesetz nicht ein, kann er mit Bußgeldern bis zu 50.000 € oder einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr belangt werden. 

Werden auch Kinowerbung und Trailer in Hinblick auf das Alter des Publikums geprüft?
Ja. Das Vorprogramm darf entsprechend des Jugendschutzgesetzes keine höhere Altersfreigabe als der Hauptfilm haben. Jeder Werbespot und jeder Trailer wird auf eine mögliche beeinträchtigende Wirkung auf Minderjährige überprüft und bei Nichteignung aus dem Programm gestrichen.

Wo steht geschrieben, dass die FSK für Kinobetreiber bindend ist?
Im Jugendschutzgesetz §11 Filmveranstaltungen: weitere Informationen

Warum ist es nicht erlaubt, dass ich als Elternteil bestimme, welchen Film mein eigenes Kind ansehen darf?
Geht es um öffentliche Veranstaltungen wie einen Kinobesuch, entzieht der Gesetzgeber den Eltern durch Jugendschutz und FSK die Verantwortung. Auch wir als Kinobetreiber unterstehen diesen gesetzlichen Auflagen und dürfen keine Ausnahmen machen.

Darf ich mein Kind mit in einen Film nehmen, der nicht für sein Alter freigegeben ist (außerhalb der Parental-Guidance-Regelung)?
Nein. Außerhalb der Parental-Guidance-Regelung gibt es keine Ausnahmen.

 

6. Links

Hier finden Sie eine Übersicht von Links mit noch mehr Informationen zum Thema FSK und Jugendschutz.

FSK
Die offizielle Homepage der „Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft“

FSK Freigabebegründungen
Ausführliche Informationen zu den Freigabegründungen der FSK

BMFFSJ
Die offizielle Homepage des „Jugendschutz“ – Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend

Kinofenster.de
Das Onlineportal für Filmbildung mit detaillierten Informationen zu ausgewählten Filmen

FBW
Filme mit Prädikat der Deutschen Film- und Medienbewertung

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